Südstaaten USA 2016

In den USA fehlten uns noch die Südstaaten. Diese bereisten wir diesmal in einer Rundreise Texas – Louisiana – Mississippi – Alabama – Tennessee – Arkansas in einem Wohnmobil. Ganz erstaunlich wie viele Facetten diese Landschaft zu bieten hat.

22.08.2016 – 20.09.2016

Flagge USA

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Inhalt

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Reiseroute und Fotoalbum

Die Reiseroute

Das Fotoalbum

Dienstag 23.08.2016 Frankfurt – Dallas

Anreise           Abflug 10:10,  Ankunft: 14:10
Zeitdifferenz  -7 h
Flugzeit           11:00 h
Wetter             Dallas – heiß, sonnig

Elke sammelt uns, wie verabredet, um 7:30 vor der Haustür ein. Das Einchecken geht dieses Mal von ganz alleine, da wir im First Class Terminal „abgestiegen“ sind. Zudem empfängt uns ein leckeres und reichhaltiges Frühstücksbuffet.

Um 9:30 werden wir vom Fahrservice zum Flieger gebracht, in dem wir gleich wieder fürsorglich umgarnt werden. Mit netten Drinks, leckerem Essen und Entertainment vergeht der Flug in Windeseile. Kurz nach 14:00 (Ortszeit) spuckt uns der Flieger in Dallas wieder aus. Persönlich betreut übernehmen wir unser Gepäck und werden durch die Immigration sowie den Zoll geleitet.

Nun stehen wir auf eigenen Füssen. Mit dem Taxi lassen wir uns zum vorgebuchten Hotel bringen. Wir bleiben einfach im Hotelzimmer, denn draußen ist es uns viel zu heiß. Außerdem gibt es in diesem Viertel voller Hotels und Motels direkt neben dem Flughafen eh nichts zu tun.

Mittwoch 24.08.2016 Dallas – Fort Worth

Wetter             sonnig, heiß
Fahrzeit           3 h

Kurz nach 6:00 sind wir bereit für den Tag. Wir sind ganz stolz auf uns, so lange geschlafen zu haben. Kurz nach 8:00 brechen wir zu Fuß zum Frühstück auf. Ein Denny’s befindet sich in 600 m Entfernung. Unser Fußmarsch führt entlang des Highways – nicht gerade ein Highlight. Zurück im Hotel haben wir noch ca. 1 ½ h totzuschlagen bis wir gegen 10:30 von RV-Rental-Service abgeholt werden. Nach ½ h Fahrt erreichen wir die Vermietstation.

Die Übergabeformalitäten dauern eine gute Stunde, dann sind wir mit dem RV auf uns gestellt. Zunächst fahren wir einen Supermarkt an, um den Kühlschrank zu füllen. Dann fahren wir nach Fort Worth. Dort findet um 16:00 der Cattle Drive statt, den versuchen wir zu erreichen.

Die Straßen füllen sich mittlerweile, die Rushhour kündigt sich an und wir sind mittendrin. Eine Highway-Großbaustelle sorgt für zusätzliche Verwirrung. Demzufolge erreichen wir Fort Worth 10 Minuten zu spät. Die Longhorns sind schon durchgetrieben worden. Also schlendern wir durch das historische Viertel und bestaunen die Longhorns von der Viewing Platform in ihren Stables.

Am späten Nachmittag begeben wir uns auf die Suche nach einem Campground. Das gestaltet sich unerwartet schwierig. Der erste Campground ist voll, also versuchen wir es mit dem Nächsten. Mittlerweile befinden wir uns auf dem platten Land. Wir landen schließlich auf einer Farm, die eine Wiese zum RV Campground umfunktioniert hat. Strom, Wasser und Abwasser – alles vorhanden. Hühner, Katzen, Rinder und Pferde ebenfalls.

Wir bereiten ein spätes Abendessen vor, denn schließlich will Jan seine Fleischportion vernichten. Das Gepäck will auch noch verstaut werden. Wir haben also einiges zu tun, bis das Essen auf dem Tisch steht. Die Klimaanlage leistet ganze Arbeit. Erst als wir ins Bett gehen, schalten wir sie ab und öffnen alle Fenster. Ein kleines Lüftchen macht es erträglich.

Donnerstag 25.08.2016 Fort Worth – Waco

Wetter             sonnig, heiß
Fahrzeit           3,0 h

Kurz nach 7:00 schlagen wir die Augen auf. Das Laken reichte in der Nacht als Decke völlig aus, aber noch ist es in der Sonne erträglich. Wir bereiten uns einen sonnigen Frühstücksplatz, Katzen und Hennen leisten uns Gesellschaft.

Gegen 9:30 verlassen wir die gastliche Stätte. Um 11:30 findet der nächste Cattle Drive in Fort Worth statt und den wollen wir uns nicht entgehen lassen. Mit reichlich Vorlauf erreichen wir Fort Worth, dadurch ergattern wir am Straßenrand sogar mit unserem Geschoß einen kostenfreien Parkplatz. Eine gute Stunde bleibt uns bis zum Cattle Drive in den Straßen und Shops von Fort Worth. Der Cattle Drive kündigt sich mit Cowboys am Straßenrand an. In 2er Reihen werden die Longhorns durch den Block gemächlichen Schrittes getrieben. Die 2 Tonnen schwere Tiere vermitteln einen nachhaltigen Eindruck vom früheren Viehauftrieb.

Nach Vervollständigung der Versorgungslage fahren wir in das kleine Waxahachie. Der Ort ist schnell erreicht. Im Museum gibt es einen Walking Guide durch die historische Downtown. Die Gebäude sind gut erhalten und gepflegt, teilweise weisen sie Art Deco Elemente auf. Leider gibt es nicht wirklich ein Café oder eine Kneipe, in der wir etwas trinken könnten, so fahren wir direkt in Richtung Austin weiter. Auf halber Strecke nahe Waco buchen wir uns im Riverside RV Campground ein. Wir verbringen einen faulen ruhigen Nachmittag, bis uns die Mücken in den Camper vertreiben.

Freitag 26.08.2016 Waco – Austin

Wetter             heiter – sonnig, heiß
Fahrzeit           3,0 h

Wir frühstücken um 8:45 in ländlichem Ambiente, der Hahn kräht, die Hühner picken und die Katzen stromern. Um 10:00 herum sind wir fertig für den Abflug nach Austin. Wir nehmen Fahrt auf zum Emma Long Metropolitan Park. Hierbei handelt es sich um den City Park am Stadtrand von Austin, in dessen Campground wir übernachten wollen.

Kurz vor 12:00 checken wir ein. Unsere Campsite liegt in 2. Reihe zur Waterfront. Leider schließen die Parktore bereits um 22:00, mal sehen, ob das mit dem Bats-Abflug in Austin passt.

Gegen 13:00 fahren wir nach Austin, der Hauptstadt von Texas. Gut 30 Minuten später parken wir unser Geschoss in Downtown. Das 1. Ziel ist das State Capitol, das das Größte der USA sein soll. Bald sichten wir die riesige terrakotta-farbene Kuppel. Wir nehmen an der 45-minütigen Führung teil und erfahren einiges zur Geschichte Texas. George W. Bush hängt in der Galerie der Gouverneure. Man darf alle Räume besichtigen. Beeindruckend sind in jedem Fall der Gerichtssaal und der Senat, in dem die Senatoren alle 2 Jahre für 130 Tage am Stück tagen und die Geschicke von Texas lenken.

Den restlichen Nachmittag schlendern wir durch die Straßen von Austin, in denen sich durchaus das eine oder andere Kleinod entdecken lässt. Unser Hauptaugenmerk gilt allerdings der Congress Ave Bridge, unter der 1,5 Mio. Fledermäuse wohnen sollen. Wir suchen uns für den abendlichen Bats-Ausflug einen schönen Beobachtungsplatz. Zum Abendessen finden wir ein Restaurant direkt neben dem Convention Center. Wir lassen es uns gut und reichlich schmecken, bevor wir zur nahe gelegenen Beobachtungsplattform vor dem Ruderclub zurückkehren.

Unsere Geduld wird auf eine längere Probe gestellt, Sonnenuntergang ist für 20:00 angekündigt. Dafür gibt es zwischenzeitlich einiges Wild-Life beobachten. Schildkröten, Enten und Bisamratte paddeln vor uns herum. Kanuten, Stand-up-Paddler und Ausflugsboote sammeln sich unter der Brücke. Auf der Brücke wird es ebenfalls voll. Auch auf der Pier lassen sich weitere Zuschauer nieder. Gegen 20:15 verlassen nach einzelnen Frühaufstehern die Bats in Massen ihr Tagesquartier. Es sieht aus wie ein schwarz qualmender Schlot. Schwarze nicht endende Wolken kleiner Bats ziehen über uns hinweg. Leider müssen wir um 20:30 zurück zum Auto, damit wir rechtzeitig am Campground ankommen. Allerdings wollen wir auf der Rückfahrt die für Austin spezifischen Moonlight-Lampen bewundern. Diese Lampen hängen in 50 m Höhe und sind mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt. Etwa 15 Stück sind noch aktiv und über das Stadtgebiet verteilt. Wir finden eine Lampe an der Ecke W 12th St/ Blanco St. Am besten lässt sie sich jedoch aus einiger Entfernung betrachten.

Die Rückfahrt zum Campground gelingt ohne weitere Vorkommnisse, so dass wir um 9:30 auf unserer Campsite einparken. Der Gute-Nacht-Drink darf keinesfalls fehlen, bevor wir uns in die Horizontale strecken.

Samstag 27.08.2016 Austin – Schertz

Wetter             heiter bis sonnig, heiß
Fahrzeit           2 h

Die Nacht war ziemlich warm, erst am frühen Morgen wird die Temperatur wirklich erträglich. Um 8:00 haben wir ausgeschlafen. Noch halten wir es gut draußen aus. Decken draußen den Frühstückstisch und lassen es uns gemütlich schmecken. Gegen 9:45 verlassen wir den Campground mit Ziel Gruene (gesprochen green).

Nach 1 h Fahrt und dem Auffrischen der Vorräte erreichen wir Gruene gegen 11:30. Ein riesiger Parkplatz wartet auf den Besucherandrang des Wochenendes. Auf jeden Fall finden wir einen schönen Platz für unser „kleines“ Fahrzeug. Gruene hat deutsche Wurzeln, aber von dem historische Dorf ist vermutlich nicht mehr viel übrig. Die vorhandenen alten Gebäude beherbergen entweder B&B’s, Hotels, Restaurants oder Shops. Der Parkplatz füllt sich zusehends. Wir entscheiden uns für eine LKW-Reifen-Tour auf dem Guadalupe River. Dazu schlupfen wir ins Badedress und parken das Auto direkt beim Tourveranstalter.

Wir buchen die 45-Minuten-Tour mit 2 LKW-Reifen mit Boden. Ausstaffiert mit den Reifen und einer Rettungsweste kann es los gehen. Schildkröten sitzen entweder sonnend auf Ästen im Fluss oder lassen sich ebenfalls treiben. Damit es uns nicht zu langweilig wird, müssen einige Rapids bewältigt werden. Alles in allem ein lustiges Unterfangen. Mit uns lassen sich größere Gruppen treiben, die einen Reifen gefüllt mit der Getränkebox mit sich führen. Wir steigen am 1. Exit aus, die meisten fahren 45 Minuten weiter. Nach telefonischer Nachfrage sammelt uns der Shuttle auch ein.

Zurück am Camper legen wir uns trocken und setzen die Fahrt zu den Natural Bridge Caverns fort. Dies sollen die größten Höhlen von Texas sein. Wir buchen die Hidden Cavern Tour, die uns in einen riesigen Höhlenkomplex mit tollen Formationen führt. In der Höhle herrschen angenehme 21°C bei 99% Luftfeuchtigkeit. Unsere Gruppe besteht nur aus 4 Teilnehmern. So eine nahezu Privatführung hat durchaus was.

Sobald wir wieder das Licht erblicken, starten wir zum nächsten Campground durch. Kurz vor San Antonio checken wir in einem Campground an der Interstate 35 gelegen ein. Wider Erwarten etwas abseits des Highways gelegen und damit relativ ruhig. Die Mücken treiben bald ihr Unheil, so dass Jan direkt nach dem Essen in den Camper flüchtet.

Sonntag 28.08.2016 Schertz – San Antonio

Wetter             heiter, heiß
Fahrzeit           2 h

Die Klimaanlage lief die gesamte heiße Nacht geräuschvoll durch. Na ja, mit Ohrstöpseln lässt es sich ertragen. Kurz vor 8:00 schlagen wir die Augen auf. Im Schatten ist es noch nett.

Wir decken auf der schattigen Campinggarnitur der Nachbar-Campsite zum Frühstück. So beginnt ein schöner Tag. Die Inspektion der Sanitäranlagen des Campground zeigt uns deutlich, wo hier die Prioritäten liegen. 1 Dusche mit 1 Toilette und 8 Waschmaschinen sowie 8 Trocknern. Hier stehen ausschließlich gut ausgestattete RVs und Trailer. Kurz vor 10:00 verlassen wir die gastliche Stätte mit dem Ziel San Antonio Downtown.

Wider Erwarten finden wir nahe The Alamo einen öffentlichen Parkplatz, der auch für unser Gefährt geeignet ist. So starten wir denn auch gleich mit The Alamo, das für den Einen eine touristische Sehenswürdigkeit und für die Anderen eine Pilgerstätte darstellt. Die Ursprünge reichen zurück zu den Spaniern, die diese Mission gründeten. Kriegerische Auseinandersetzungen gegen mexikanische Truppen wandelten diesen Ort für Texaner zur Pilgerstätte. Diese Auslegung scheint eher etwas für Einheimische zu sein. Wir nehmen es als touristische Sehenswürdigkeit und Hinterlassenschaft der Spanier, denn das Bauwerk hat definitiv spanische Wurzeln.

Direkt neben The Alamo startet der Hop-on Hop-off-Bus, mit dem wir eine Stadtrundfahrt unternehmen. An der Haltestelle Tower of America verlassen wir den Bus 45 Minuten später. Eine große Baustelle verstellt uns den direkten Zugang zum Tower, aber schließlich gelingt es doch ihn zu erreichen. Der Fahrstuhl verläuft außen hoch, die Glasscheibe zeigt den 1. Blick auf San Antonio. Wir fragen uns, wo hier 1,3 Mio. Menschen leben sollen? San Antonio ist die 7. größte Stadt der USA. Downtown sieht ebenfalls nicht so spektakulär aus, die Anzahl der Hochhäuser hält sich in Grenzen. Ansonsten plattes Land soweit das Auge reicht.

Zurück auf Ground-Level nutzen wir den direkten Zugang zum Riverwalk – eine der Hauptattraktionen der Stadt. Venedig ist sicher ein Dreck dagegen. Rund um den San Antonio River innerhalb von Downtown und darüber hinaus wurden die Flussufer beidseitig mit Wegen versehen und Brücken geschaffen. Die Ufer wurden teilweise mit Wasserspielen oder Skulpturen versehen. Vor allem im Einzugsgebiet von Downtown gibt es ein Café bzw. Restaurant am anderen. Hier sitzt man hübsch ruhig und schattig mitten in der Großstadt, aber man spürt sie nicht. Um das Venedig-Gefühl zu perfektionieren fahren Boote mit Gondolieres durch das Flusssystem. Wir lassen uns natürlich auch mit einem Boot über den Fluss schippern. Das ist schon recht lässig, durch die Kneipenlandschaft auf Flusshöhe zu gondeln.

Als nächstes steht die San Fernando Cathedral auf dem Plan, die ebenfalls ein untrügliches Zeichen spanischer Vergangenheit darstellt. Außerdem hat hier der Held des Alamo James Bowie geheiratet. Als letzter Programmpunkt steht der Market Square oder El Mercado an. Hierbei soll es sich um den größten mexikanischen Markt außerhalb Mexikos handeln. Ein Block ganz im Zeichen Mexikos bietet alles an mexikanischen Waren, was man brauchen kann oder auch nicht. Wir lassen uns in einem Restaurant nieder und genießen eine leckere Ceviche con Camarones.

Die ganze Stadt macht auf uns nicht den Eindruck einer Großstadt, sondern kommt eher gemütlich und eindeutig spanisch daher. Alle Angaben oder sonstige Informationen werden immer in Englisch und Spanisch angegeben, dies gilt selbstverständlich auch für Speisekarten.

Zurück am Auto muss Jan erst mal in den Osten der Stadt, um einen Geocache zu suchen (und zu finden!). Danach überfallen wir einen Supermarkt, der eindeutig spanisch geprägt ist, um Vorräte für die nächsten Tage zu erstehen.

Südwestlich von San Antonio finden wir einen netten Campground, in dem wir erst gegen 19:00 – also deutlich nach der Office-Hour – einchecken. Wir werden dennoch sehr freundlich aufgenommen. Jan bereitet sich ein Steak, Gabi schwelgt in Ananas und Melone. Während Jan sein Steak zubereitet, fliegen Glühwürmchen – aber nur während der Dämmerung. Die Mücken übernehmen ebenfalls das Kommando, ohne Anti-Brumm kann man draußen nicht sitzen.

Montag 29.08.2016 San Antonio – Corpus Christi

Wetter             heiter, Regenschauer, heiß
Fahrzeit           4,0 h

Gegen 8:00 schlagen wir die Augen auf. Um 8:30 ist auch Jan soweit, dass er in die Vertikale kommt. Der Frühstückstisch kommt vor das Auto in den Schatten. Das reicht gerade so bis uns die Sonne erreicht.

Gegen 10:00 nehmen wir Fahrt gen Corpus Christi auf. Der Highway bringt uns auf direktem Weg dorthin. Gut 2 h später sind wir da. Wir dürfen den Camper auf einem Firmenparkplatz am Shoreline Blvd parken.

Die Promenade wurde von dem gleichen Architekten erbaut, der Mount Rushmore entwarf. Großzügig mit weißen Pavillons präsentiert sie sich. Stichstraßen führen zu den verschiedenen Yachthafen und Restaurants. Die Fischer sind mit dem Reinigen ihrer Boote und dem Löschen ihres Fangs beschäftigt. Krebse und Shrimps kommen aufs Eis. Man kann auch direkt vom Kutter kaufen. Leider haben wir gestern einen großen Vorrat an Fisch und Fleisch gekauft, so dass wir leider passen müssen. Zumindest die Pelikane kommen auf ihre Kosten.

Wir schließen den Besuch der USS Lexington, einem 300 m langen Flugzeugträger, an. Ausgezeichnete Touren führen die Besucher durch das Schiff. Am eindrucksvollsten ist natürlich das Flugfeld, auf dem einige Maschinen herumstehen. Ich vermag mir nicht vorzustellen, wie man sich hier im Einsatz fühlen muss. Von einem Hospital bis zur Kantine ist alles an Bord. Wir können uns nicht entscheiden, welcher Job hier der Erstrebenswerteste gewesen sein mag! Beim Verlassen des Flugzeugträgers geraten wir in einen ordentlichen Schauer. Aber wie bereits bei der Herfahrt dauert er nur wenige Minuten.

Zurück am Auto suchen wir uns den passenden Campground für die Nacht auf der Corpus Christi vorgelagerten Insel Mustang Island, die mittels Brücke mit dem Festland verbunden ist und schönen Sandstrand verspricht. Wir haben uns einen äußerst luxuriösen RV Campground ausgesucht. Für den Preis das Standplatzes hätten wir auch locker im Hotel übernachten können. Unser Stellplatz befindet sich direkt am Strandzugang und liegt an einem kleinen künstlichen Pond. Alles ist sehr gepflegt und sauber. Eine Pilotcar bringt uns zu unserer Campsite. Wir richten uns häuslich ein, setzen in der Laundry die Waschmaschine in Gang und stürzen uns in die „pipi“-warmen Fluten. Es geht flach in die Wellen, die jedoch ordentlich heranstürmen.

In unserem Bett haben wir eine nasse Ecke entdeckt, ohne jedoch die Ursache dafür finden zu können. Na ja, zumindest können wir die Matratze an Wind und Sonne trocknen.

Für das Abendessen setzt Jan den Grill in Gang. Wie so oft sind wir die Einzigen, die draußen essen. Dabei macht der Wind die Temperatur ganz erträglich und Mücken sind ebenfalls nicht unterwegs. Jan meint ja, dass hier großflächig gesprüht worden ist. Uns soll es recht sein, dann kommen wenigstens keine neuen Mückenstiche dazu.

Dienstag 30.08.2016 Corpus Christi – Houston

Wetter                         regnerisch, heiß
Fahrzeit                       4:30 h

Die halbe Nacht blitzt und donnert es. Draußen geht der Punk ab. Leider drückt das Wasser auch in den Camper. Unsere Matratze ist an den äußeren Ecken feucht. Wir legen Handtücher drauf und rücken näher zusammen. Das schauen wir uns erst am Morgen näher an. In der Nacht gewittert und regnet es weiter. Gegen 10:00 lässt der Regen nach, nun nieselt es „nur“ noch. Auf Gabi`s Smartphone ist eine Unwetter Warnung angekommen. Die Texas Sim-Karte macht es möglich.

Gegen 11:00 verlassen wir den luxuriösen Campground gen Port Aransas. Leider regnet es in Port Aransas immer noch, so dass wir nicht aussteigen mögen und das Sightseeing vom Camper aus absolvieren. Den Weiterweg aufs Festland sichert eine kostenlose Fähre. Mit 0 Wartezeit werden wir auf die Fähre gewunken. Auf der nur 10-minütigen Überfahrt tanzen mehrere Delfine vor uns. Dafür müssen andere mehrere Stunden mit dem Boot auf Suche gehen!

Am Festland geht’s direkt auf dem Highway weiter. Unser nächstes Ziel heißt Goliad, das einige spanische Hinterlassenschaften aufzuweisen hat. Nach etwa 1 h Fahrt biegen wir in den Goliad State Park ein, der die historische Inspiritu Sanctu Mission beherbergt. Die Mission wurde toll restauriert und vermittelt Eindrücke des 18. Jahrhunderts. Das Courthouse mitten in Goliad ist ebenfalls einen Besuch wert. Vor dem Courthouse steht der Hanging Tree, an dem in grauer Vorzeit einige Delinquenten ihr Leben lassen mussten. Um das Courthouse herum befinden sich weitere historische Gebäude, die heute Shops, Cafés und Restaurants beherbergen.

Wir setzen unsere Fahrt nach Houston fort. Erst in der Area um Houston geraten wir in heftigen Verkehr, so dass wir erst spät am Campground ankommen. Das Office unserer 1. Wahl hat bereits geschlossen und es werden auch keine Infos für Spätankömmlinge publiziert. So fahren wir den nächsten Campground 2 Meilen weiter an. Dort finden wir das Office ebenfalls geschlossen, aber eine Box mit freien Campsites. So beenden wir das heutige Programm kurz vor 19:00.

Als erstes nehmen wir uns den nässenden Stellen unter unserer Matratze an. Mal sehen, ob wir die Wirkung in den Griff bekommen haben. Der nächste Regenguss wird es weisen.

Das Abendessen ist heute asiatisch angehaucht. Lecker, schmecker!!

Mittwoch 31.08.2016 Houston – Beaumont

Wetter             sonnig, heiß
Fahrzeit           1,5 h

Um 8:00 hopsen wir aus den Federn. Wir sind, wie immer, die Einzigen, die draußen frühstücken, dabei ist es im Schatten gut temperiert.

Das Space Center der NASA wartet heute auf uns. Da wir kurz vor den Toren der NASA geschlafen haben, erreichen wir nach ca. 4 Meilen den Parkplatz des Space Centers. Heute sieht der Besucherandrang übersichtlich aus, so dass man keine Zeitkarten für die Attraktionen benötigt. Wir beginnen mit einem Film. Gut durchgekühlt entscheiden wir uns im Anschluss für die Space Tram, die uns über das Firmengelände führt und an einigen Attraktionen frei lässt. Wir starten mit der Zentrale, die die Apollo Flüge begleitet hat, die im Original erhalten ist. Es schließt sich das Labor an, in dem die Astronauten unter All-Bedingungen trainieren. Zum Schluss sehen wir eine Rakete in ihren zusammengesetzten Bestandteilen. Das Teilchen ist ganz schön groß. Dann werden wir wieder im Space Center ausgespuckt. Nach einer kurzen Pause nehmen wir uns das Space Shuttle Huckepack auf einer Boeing vor. Einfach großartig!! Man kann überall hindurchlaufen und sich ausführlich informieren. Ansonsten wird natürlich eindrücklich das Leben im Space Shuttle im All demonstriert, im Selbsttest kann man das eine oder andere ausprobieren. Auch für Kinder sehr nett. Kurz vor 15:00 haben wir genug gesehen und nehmen wieder Fahrt auf.

Einige Km vor Beaumont nach etwa 1 h Fahrt biegen wir auf einen RV Campground nahe der Interstate 10 ab. So gönnen wir uns einen ruhigen Nachmittag. Am Abend werfen wir den Grill an und beschließen mit einer Runde Canasta den Abend.

Donnerstag 01.09.2016 Beaumont – New Orleans

Wetter             heiter, heiß
Fahrzeit           5,5 h

Wir verschlafen nahezu. Erst um 8:30 gucken wir auf die Uhr. Wir decken das Frühstück draußen im Schatten. Wie immer frühstücken wir allein. Die meisten RV Camper verbringen ihre Zeit im klimagekühlten Camper. Nach dem Frühstück versuchen wir den KOA Campground in New Orleans Online zu reservieren, das geht leider gründlich schief, also telefonieren wir und das erfolgreich.

Heute liegt ein Fahrtag vor uns. Gegen 10:30 verlassen wir unsere Campsite. Bis Baton Rouge verläuft alles glatt, dann beginnt es etwas zu stauen. Der Highway verläuft nun über mehrere Meilen auf Stelzen über Sumpfgebiet bzw. die Mäanderlandschaft des Mississippi und seiner benachbarten Flüsse.

Kurz nach 16:00 biegen wir auf den KOA Campground West in New Orleans ein. Nun ist erst mal relaxen angesagt bei einer Flasche Bier bzw. Cider. Zum Abendessen steht heute Spaghetti Bolognese auf dem Speiseplan. Zwischenzeitlich treffen unsere Campsite-Nachbarn ein, mit denen wir eine ganze Weile plaudern. Eine Partie Canasta vertreibt uns die Zeit, bevor wir in den warmen Pool tauchen.

Wir haben sogar einen Fernseher mit einem riesigen Monitor an Bord, dem Jan mithilfe des Sendersuchlaufs Leben eingehaucht hat. Somit lassen sich einige Ballwechsel der US Open verfolgen.

Freitag 02.09.2016 New Orleans

Wetter             heiter, heiß; abends Gewitter
Fahrzeit           1,5 h

Wir tragen den Picknicktisch in den Schatten. Das Frühstück steht um 8:15 auf dem Tisch. Damit schaffen wir es kurz vor 9:00 rechtzeitig zum Campground Shuttle ins French Quarter.

Wir buchen erst mal für morgen Abend die Dinner Cruise mit dem Steam Paddle Wheeler. Dann starten wir das Sightseeing im French Quarter. Royal Street und Bourbon Street bilden das Herz des French Quarters. Auf Royal Street konzentrieren sich Kunstgalerien und auf Bourbon Street Bars, Restaurants und Pubs. Live Musik und Cocktails gibt es bereits ab dem Vormittag. Auch auf den Straßen wird schon musiziert. Für uns ist es noch vor 13:30 für den 1. Cocktail viel zu früh.

Die typischen gusseisernen Balkone mit Blumenampeln bestimmen das Straßenbild. Rund um den Jackson Square hängen Maler ihre Bilder aus  und bieten Kartenleger und Handleser ihre Dienste an. Kutschen gezogen von Maultieren warten vor dem Jackson Square auf Kundschaft.

Wir arbeiten uns durch Royal und Bourbon Street und beginnen kurz vor 14:00 mit dem 1. Cocktail in Courtyard von Pat O’Brien’s. Das Geschäft boomt bereits. Auf uns wartet noch der French Market und die Old Mint bevor wir uns weiteren alkoholischen Getränken hingeben (wollen). Für das Abendessen haben wir in einem Restaurant mit gehobener typischer Louisiana Küche reserviert. Die Bourbon Street füllt sich zusehends je später es wird. Die Besucher werden auch immer spezieller.

Gegen 18:00 staffieren wir uns mit Poloshirts aus, zumindest für Männer ist Kragen gern gesehen. Kurz nach 18:00 finden wir uns im Bayona Restaurant ein. Das Essen ist exzellent ebenso wie der Service. Jan isst gebackenes Kalbsbries, eine der Spezialitäten des Hauses, Gabi entscheidet sich für Fisch aus dem Golf.

Für den Rückweg zum Campground lassen wir ein Taxi rufen. Der Taxifahrer ruft überraschende US$ 30 für die Fahrt zum Campground auf. Wir hatten mit mehr gerechnet. Kaum besteigen wir das Taxi, beginnt es zu blitzen. Bis uns der Taxifahrer an unserem Camper wieder auslädt, tröpfelt es nur noch. Mit einem netten Gläschen Sauvignon Blanc aus Kalifornien beschließen wir den Abend.

Samstag 03.09.2016 New Orleans ff.

Wetter             heiter, schwül, heiß, nachmittags gewittrig
Fahrzeit           Shuttle/ Taxi 1,5 h; Schiff 2,0 h

Die Wecker klingeln um 7:30. Wir haben auch für heute den Campground-Shuttle in die Stadt reserviert. Kurz vor 9:00 finden wir uns vor dem Office ein. Auf der Campsite direkt neben dem Pool übernachteten 2 junge Männer mit ihrer Sau! Nun soll sie in die Transportkiste. Von lautem Gequieke begleitet schubsen sie die Sau in die Kiste und dann auf ihren Anhänger. Das ist ja mal ein außergewöhnliches Haustier.

Der Stadt-Shuttle fährt pünktlich los. Da der Busfahrer jedes Mal eine halbe Stadtführung zeitgleich absolviert, dauert es etwas länger, bis er im French Quarter ankommt. Dieses Mal wählt er die Route über den City Park. Gut für uns, denn wir wollten sowieso hierher. Freundlicherweise lässt er uns vor dem NOMA (New Orleans Museum of Art) aussteigen.

Bis zur Öffnung des Museums um 10:00 bleibt uns noch ½ h, in der Jan versucht einen Geocache zu finden (vergeblich!) und wir den kleinen See umrunden, um das Wasservieh näher in Augenschein zu nehmen. Enten, Gänse, Ibisse, Sichler und Herons geben sich ein Stell-dich-ein. Auch einen Geocache kann Jan jetzt noch finden. Die kurze Zeit draußen reicht heute bereits, dass wir die Kühle des Museum gerne annehmen. Als Gastausstellung findet wir Leihgaben eines deutschen Museums vor! Uns heute selbstverständliche Gebrauchsgegenstände und auf simple Formen reduzierte Möbel nehmen breiten Raum ein. Daneben gibt es natürlich auch die üblichen dunklen Schinken und einiges an Modern Art von Warhol, Miro, Kandinsky, Mondigliani und anderen Künstlern.

Wir haben uns nun ausreichend abgekühlt, um den Skulpturengarten zu besuchen. Einige nette Installationen sind dort zu bewundern. Im benachbarten Botanischen Garten blüht leider nicht sehr viel, zudem wird umgebaut. Toll sind jedoch die immergrünen Lebenseichen, die meist zu riesigen Bäumen herangewachsen sind. Davon haben wir bereits einige im City Park bewundern können. Was für Jungs ist dagegen die Miniatur-Eisenbahn, die durch allerlei Grünzeug fährt.

Mittlerweile herrscht im Park Andrang. Die New Orleanser scheinen die hübschen schattigen Spots an ihrem freien Tag zu nutzen. Uns reicht’s dagegen, wir streben Richtung Streetcar, die direkt ins French Quarter fährt. Ein Busfahrer versucht einige Streetcar-Wartende abzuwerben, da er auf gleicher Strecke früher losfährt. Aber alle wollen Streetcar fahren.

Als wir an der Endstation aussteigen, blitzt es in einiger Entfernung und dunkle Wolken ziehen auf. So entschließen wir uns erst mal einen Po-Boy zu uns zu nehmen. Hierbei handelt es sich um ein (Riesen-)Sandwich, das man mit verschiedenen Füllungen bekommen kann. Wir wählen Salat, Tomaten und gebackene Shrimps. Uns reicht in der Tat ein Po-Boy zu zweit. Den anschließenden Durst stillen wir in einer Bar, während es draußen vor sich hin tröpfelt. So richtig viel gibt es für uns nicht mehr zu tun, denn das French Quarter haben wir weitestgehend abgegrast, weitere Bars besuchen wollen wir nicht, also schlendern wir durch die Straßen, French Market und entlang der Riverside.

Letztendlich lassen wir uns im Riverside Park auf einer Bank nieder. Dort kann man schön lästern und Schiffe gucken. Gegen 17:30 beginnt der Schaufelrad-Dampfer Natchez mit einem Konzert mittels Dampfpfeifen. Vielleicht sollen damit die Reisenden der Dinner-Jazz-Cruise zusammengerufen werden. Nett anzuhören ist es in jedem Fall. Kurz vor 18:00 beginnt das Bording. Unser Dinner-Seating ist erst für die 2. Runde um 19:45 avisiert, also suchen wir uns einen Platz nahe der Dixieland-Band. Gut unterhalten vergeht die Zeit wie im Fluge. Um 19:00 legen wir ab. Wir nutzen die Zeit, um das Boot zu erkunden, denn man darf auch in den Maschinenraum. Das Dinner findet in einem riesigen eng bestuhlten Saal statt. Um Chaos zu vermeiden, werden alle Gäste geordnet an das Buffet geführt. Die Auswahl ist ganz ordentlich mit kreolischem Touch. Um 21:00 gehen wir wieder an Land.

Wir geben uns noch mal die Bourbon Street, auf der es jetzt mit Volk aller Art boomt. Berittene Polizei fällt sehr präsent auf. Aus den Bars dröhnt laute Musik, was auf der Straße zu einer ganz schönen Kakophonie führt. An der Canal Street angekommen, nehmen wir das nächste Taxi zurück zum Campground. Der Tag war lang genug.

Sonntag 04.09.2016 New Orleans fff.

Wetter             gewittrig, schwül, heiß
Fahrzeit           1,5 h

Wir schlagen erst um 8:30 die Augen auf. Der Himmel ist bedeckt. Zum Frühstück lassen wir unser Tarp ausfahren … und dass zu Recht, denn bald beginnt es zu blitzen und zu donnern, wenngleich bei uns nur einige Tropfen ankommen. Wir warten das Gewitter ab bevor wir aufbrechen. Das dauert so bis kurz vor 11:00.

Wir wollen das New Orleans nächstgelegene Sumpfgebiet unsicher machen. Barataria Preserve befindet sich im Jean Lafitte National Historical Park & Preserve bei Marrero. Mehrere Meilen Boardwalk erschließen den Sumpf. Teilweise sieht es aus wie im Märchenwald. Am hinteren Ende des Trails wartet sogar ein Alligator auf uns. Aber er liegt „nur“ ruhig“ im Wasser und lässt sich von den Vorbeiwandernden betrachten. In der Ferne donnert es. Die Kanäle oder Bayous sind vollständig mit Wasserhyazinthen bewachsen. Ein Meer von Wasserhyazinthen. Das sieht bestimmt toll aus, wenn sie blühen. Jetzt gibt es rosa blühende „Wiesen“ – auch ganz nett. Der Trail ist gut ausgebaut, aber schwül und heiß. Zurück am Auto starten wir erst mal den Generator und die Aircon. Jan kühlt bei einer Flasche Bier wieder schön runter.

Auf dem Heimweg erwischt uns ein ordentliches Gewitter, aber es soll nur bis 19:00 so bleiben. Der Fahrweg auf dem Campground steht kurzzeitig völlig unter Wasser. Wir lassen es uns bei Bier, Cider und Gin Tonics gut gehen, daneben können wir die US Open verfolgen. Die Wäsche wäscht und trocknet sich so nebenher mit, denn die Laundry befindet sich quasi neben unserer Campsite.

Zum Abendessen nimmt Jan ein Kotelett mit Bratwurst und Gabi Gemüsepfanne mit Guacamole. Alles lecker. Der Wein mundet ebenfalls dazu. Nach dem Abwasch springen wir in den Pool, in dem bereits eine kinderreiche Familie ihr Unwesen treibt. Aber wer kann schon was gegen einen Kampf jeder gegen jeden einwenden?? Nach der obligatorischen Dusche richten wir uns im Camper bequem ein. Tennis wird in NY auch noch gespielt.

Montag 05.09.2016 New Orleans – Houma

Wetter             gewittrig, schwül, heiß; abends warm
Fahrzeit           2,0 h

In der Nacht regnete es wieder. Die Pfützen zeugen davon. Gegen 8:00 stehen wir auf. Wir können sogar draußen frühstücken, es fängt aber währenddessen an zu tröpfeln. Wir suchen gemeinsam das Waschhaus auf, als wir wieder zurück zum Camper wollen, schüttet es in Strömen. Also harren wir aus bis der Regen nachlässt.

Kurz vor 10:00 verlassen wir den Campground, es regnet nach wie vor. Mal sehen, was heute nass wird?!? Wir nehmen Fahrt auf gen Houma. Dort wollen wir an einer Swamp Tour teilnehmen. Gegen 11:30 irren wir an der angegebenen Adresse des Tour-Veranstalters umher. Kein Büro in Sicht. Ein Telefonat bringt Klarheit. Heute keine Tour, da Labour Day, aber morgen wieder um 10:00. Wir suchen uns im Internet einen anderen Tour-Veranstalter, der auch an Labour Day in die Swamps fährt. Dies gelingt. Um 12:20 erreichen wir den Hafen, in dem eifrig kleine Motorboote aus dem Wasser geholt oder in selbiges gelassen werden. Wir sind nicht die Letzten, sondern warten auf 2 weitere Gäste, die sich in der Anfahrt befinden. Kurz vor 13:30 sind sie auch schon da und es kann los gehen. Zwischenzeitlich sammeln sich die schwarzen Wolken über uns.

Die Tour gestaltet sich trotz Gewitter und Regen sehr unterhaltsam und informativ. Blue Herons und andere Vögel begleiten uns durch die Bayou der Swamps. Irgendwie gehört der Regen zum Sumpf dazu, oder?!? Wir dürfen sogar einen Alligator füttern! Das ist schon ziemlich cool, auch wenn es sich um ein recht junges und kleines Exemplar von etwa 6-7 Jahren handelt. Der Tour-Guide und Bootsführer ist jedenfalls mit Herzblut bei der Sache. Die Tour soll eigentlich 2 h dauern, wir kehren jedoch erst 3 ½ h später zurück. Das war auf ein Erlebnis der besonderen Art. Es regnet immer noch als wir anlegen.

Wir hoffen unseren RV aus der wassergeschwängerten Wiese ohne größere Aktionen befreien zu können. Dies gelingt! Der nächstgelegene Campground ist leider voll, also fahren wir zurück nach Houma und quartieren uns im hiesigen Campground für die Nacht ein. Zwischenzeitlich hat es aufgehört zu regnen und die Temperatur ist sogar mal erträglich.

Das Abendessen gibt es aus dem Eisfach. Dort lagerte noch Bolognese Sauce, so dass uns nur noch Spaghetti zum kulinarischen Glück fehlen. Parmesan ist schnell gereffelt, was außer Rotwein fehlt zum Wohlbefinden? Alles da!!

Dienstag 06.09.2016 Houma – Natchez

Wetter             heiter, heiß, Schauer
Fahrzeit           4,0 h

Der Wecker klingelt um 7:15 leise vor sich hin. Wenn Gabi die Stöpsel nicht bereits zuvor aus den Ohren gepult hätte, wäre nichts zu hören gewesen. Wir krabbeln brav aus den Federn, denn um 9:30 wollen wir an einer Herrenhaus-Führung teilnehmen. Das Frühstück ist schnell zubereitet. Wir frühstücken draußen trotz Schwüle.

Wir erreichen Ardoyne Plantation um 9:10. Das viktorianisch gotische Haus wird noch privat bewohnt, denn es gibt nicht wirklich einen Besucher-Parkplatz, sondern nur wenige Parkplätze neben dem Haus. Schilder auf der Veranda informieren darüber, dass die Führung auf der Veranda beginnt und man dort warten möge. Also lassen wir uns auf den klassischen Schaukelstühlen mit kurzer Kufe nieder und warten.

Kurz vor 9:30 erscheint die Dame des Hauses. Die Hausherrin persönlich führt die Führung durch. Das Haus stammt aus der Familie ihres Mannes. Zuletzt wohnte seine Oma darin. Das Erdgeschoß ist beinahe noch vollständig erhalten und möbliert! Der Frauenflügel eher verspielt und der Herrenflügel eher nüchtern, wenn auch mit Fliesen in der Farbe pink, die damals als männlich galt! Die Hausherrin erklärt alles sehr detailgetreu und mit familiärem Hintergrund. Die Oma hat wohl gerne gehandarbeitet, unzählige Gobelins hängen an der Wand oder zieren Stühle. Quilten scheint auch eines ihrer Hobbys gewesen zu sein. Es wurde jeder Zipfel, der irgendwie brauchbar war, verwendet. Die Schlafzimmer befinden sich alle auf der anderen Seite des Flures. Um ins Bett zu steigen braucht man entweder eine Leiter oder lässt sich im Stehen hineinfallen. Der 1. Stock wird aktuell bewohnt, aber wir dürfen dennoch in die meisten Zimmer hineinlinsen. Der schöne Garten voller großer Lebenseichen, von deren Ästen lang das spanische Moos herunterhängt und die Äste zudem von einem weiteren Schmarotzer voller Blätter sind, komplettiert das repräsentative Anwesen. Einige Außenaufnahmen später starten wir die Fahrt gen Norden.

Nach Natchez stehen uns etwa 3 h Autofahrt bevor. Zunächst führt die Straße durch endlose Zuckerrohrfelder und vom benachbarten Mississippi ist wegen des Damms nichts zu sehen. Kurz hinter Baton Rouge verlassen wir Louisiana und befinden uns nun in Mississippi. Der Highway führt durch leicht welliges bewaldetes Gelände. Ab und zu gibt es Hinweise auf weitere Plantations. Wir fahren jedoch durch bis Natchez, wo wir uns im Plantation RV Park 1,5 Meilen südlich von Natchez unter Lebenseichen für eine Nacht einmieten.

Mit dem kurzen Ausflug ins Grand Village of the Natchez Indians beschließen wir den Tag. Das Village enttäuscht uns, denn außer 2 Hügeln (Mounds), auf denen der Häuptling wohnte und Tempel untergebracht waren, gibt es nichts zu sehen. Also flüchten wir schnell vor den Mücken.

Zum Abendessen werfen wir den Grill an, Lachs auf der Haut und einem gewässerten Holzbrett dürfen auf den Kohlen schmoren. In der Küche köcheln Reis, grüner Spargel und Wein-Soße. Wenn es uns dabei nicht gut geht!?! Um uns herum springen die Frösche, grillen die Grillen und fliegen Glühwürmchen.

Mittwoch 07.09.2016 Natchez – Jackson

Wetter             heiter, heiß
Fahrzeit           3,0 h

Punkt 7:30 muss Gabi aufs Klo. Jan befindet sich auch nicht mehr im Tiefschlaf. Um 8:00 stehen wir endgültig auf. Von den Fröschen ist nichts mehr zu sehen, dafür springen die Hörnchen von Ast zu Ast. Das Frühstück wird draußen im Schatten serviert. Um den Müll wegzubringen passieren wir nochmals das Office, vor dem wieder mehrere Katzen herumliegen und –tollen. Gabi kann ihnen kaum widerstehen, eine kleine schwarz-weiße buhlt um Streicheleinheiten.

Unser 1. Tagesziel ist Longwood, eine der schönsten Privatvillen der Südstatten, die jedoch nie fertiggestellt wurde. Das Haus, ein Oktagon mit Turm und Kuppel, steht als Rohbau, aber der Innenausbau ist nie über das Parterre hinausgekommen. Einer der reichsten Plantagenbesitzer begann dieses Haus für seine Frau zu bauen, dann kam der Bürgerkrieg dazwischen, er verarmte und starb sehr früh. Seiner Frau blieb nur das Haus, jeglicher Plantagenbesitz ging dahin. Mit Obst- und Gemüseanbau sowie Kuh- und Hühnerhaltung hielt sie Haus und Familie über Wasser. Die Zimmer im Parterre erstrecken sich immerhin über 1.000 qm! Das meiste Mobiliar brachte die Hausherrin mit aus dem Haus ihrer Kindheit.

In Natchez Visitor Center besorgen wir den Flyer für den Natchez Trace Parkway (NTP), auf dem wir unsere Reise fortsetzen wollen. Der NTP führt von Natchez nach Nashville, ist als Fahrradtour ausgewiesen und ist für gewerblichen Verkehr gesperrt. Der NTP folgt einem alten Indianer- und Händlerpfad. Bevor wir Natchez verlassen schauen wir uns im Natchez-under-the-Hill um. Hierbei handelt es sich um das ehemalige Hafenviertel. Heutzutage warten dort 1 Saloon, 1 Shop und 2 Restaurants auf Kundschaft. Nun steht noch der Besuch von Mammy’s Cupboard auf dem Programm. Das kleine Restaurant befindet sich nahe unserem Campground am Highway. Wir wundern uns, warum wir es gestern nicht bemerkten. Nach den obligatorischen Fotos kehren wir zu einem kleinen Lunch ein. Auch innen wirkt der kleine „Puppenladen“ gemütlich, wenn auch zu Jans Bedauern ohne Lizenz. Also Homemade Blueberry Limonade für beide. Das Rasthaus begann mal als Tankstelle, denn vor der Tür sieht man noch den Platz, an dem die Zapfsäulen standen.

Nun wird es Zeit für den Natchez Trace Parkway. Aufgrund der guten Beschilderung können wir ihn kaum verfehlen. Der NTP schlängelt sich durch dichten Wald, lediglich wenige Autos begegnen uns. An Milepost 10.3 zweigen wir ab zum Emerald Mound. Hierbei handelt es sich um einen hohen von Indianern gebauten Zeremonienhügel, der 8 Acre umfasst. Dies soll der 2. größte Mound des Landes sein. Ein kleiner Weg führt auf den höchsten Punkt.

Weiter geht es für uns zur Milepost 15.5 Mount Locust. Hierbei handelt es sich nicht etwa um einen Berg, sondern um ein altes Plantagen- und Gasthaus. Wir lassen die Ranger-Station unbeachtet links liegen, da läuft uns doch die Rangerin tatsächlich mit dem Flyer für die Self-Guided-Tour hinterher. Die Mücken halten sich nicht an den üblichen Zeitplan, sondern umschwirren uns am helllichten Tag. Das nächste Highlight befindet sich an Milepost 41.5 Sunken Trace. Hier lässt sich ein kleines eingesunkenes Teilstück des ursprünglichen Indianer- und Handelsweges betrachten. Das erklärende Schild existiert nicht mehr, also ist dieses Highlight einstweilig außer Dienst gestellt. An Milepost 54.8 Rocky Spring führt ein kurzer Trail zu den Hinterlassenschaft der einstigen Ortschaft Rocky Spring, die ehemals 2.700 Einwohner hatte. Gelbfieber und Bürgerkrieg haben sie ausgelöscht. Die Kirche und der Friedhof sind die am besten erhaltenen Teile, ansonsten zeugen lediglich 2 Safes und 2 Zisternen vom ehemaligen Stadtleben.

Nahe Jackson lassen wir uns auf dem Springridge RV Park für die Nacht nieder. Leider ist der Pool seit Labor Day (5.09.) geschlossen, so suchen wir direkt die Duschen auf. Jan gibt sich dann dem Einheizen des Grills hin. Wir müssen schließlich unseren Vorräten zu Leibe rücken und der grüne Spargel muss ebenfalls weg! Lecker, schmecker ist es in jedem Fall. Wie immer, sind wir die Einzigen, die draußen essen. Alle anderen scheinen ihre Camper NIE zu verlassen.

Donnerstag 08.09.2016 Jackson – Lake Davis

Wetter             sonnig, heiß
Fahrzeit           4,0 h

Der Tag beginnt um 8:00. Wir decken den Frühstückstisch im Schatten vor dem Camper. Alle anderen frühstücken, wie immer, in ihren klimatisierten Campern oder fahren zum Frühstücken in ein Restaurant. Gegen 9:45 sind wir fertig und starten in den Tag.

Zurück am Natchez Trace Parkway nehmen wir wieder Fahrt auf. Offensichtlich wird der NTP gerne von Pendlern genutzt. Ab Jackson nimmt die Auto-Taktrate wieder ab. Ein Schild am Parkway, das auf ein Mississippi Craft Center hinweist, verleitet uns abzubiegen. In dem Craft-Center wird von Keramik über Holz-Objekte bis Seidenschals alles angeboten. Eine Holzschale mit Türkisen wechselt den Besitzer. Wir kehren zurück zum NTP. An Milepost 105.6 wartet der Ross R. Barnett Reservoir Overlook auf Besucher. Der Stausee ist in der Tat riesig. An Milepost 122.0 führt ein kleiner Rundweg rund um einen Zypressen-Sumpf herum. Mittendrin sonnt sich ein Alligator auf einem Ast liegend. An Milepost 145.1 Myrick Creeck und Milepost 164.3 Hurricane Creek laden kleine Rundwege (je ½ Meile) zum Beine vertreten ein.

An Milepost 193.1 nehmen wir den Abzweig zu Jeff Busby, wo ein kurzer Trail auf eine der höchsten Erhebungen Mississipis erklommen werden will. Oben angekommen gucken wir auf ein grünes dichtes Baum-Meer. Bei der Rückkehr auf den NTP erwischen wir leider die falsche Richtung. Bis wir unseren Irrtum bemerken, liegen bereits einige Meilen hinter uns. Also wenden und zurück brausen. Das letzte Highlight des Tages sind die Bynum Mounds an Milepost 232.4. Die beiden kleinen Mounds kann man eigentlich ganz amerikanisch besichtigen – aus dem Auto vorbeifahrend. 11 Meilen weiter zweigen wir zum Davis Lake ab, der vom US Forest Service betreut wird. Der Campground im State Park liegt traumhaft schön am Seeufer mit ebensolchen Campsites. Seeblick garantiert. Am Abend fliegen wieder Glühwürmchen um uns herum, aber sobald es dunkel ist, verschwinden auch sie. Nach dem Essen flüchten wir relativ schnell in den Camper, die Insekteninvasion ist einfach zu vehement.

 

Freitag 09.09.2016 Lake Davis – Memphis

Wetter             heiter, heiß
Fahrzeit           4,5 h

Strahlend blauer Himmel zum Frühstück. Dazu klopfen Spechte mit hochrotem Kopf. Ein Pärchen Spechte jagt sich von Baum zu Baum. Die roten Köpfe sind gut zu sehen. Wir genießen die Aussicht auf den See. Gegen 9:45 packen wir alles zusammen und verlassen den idyllischen Davis Lake.

An Milepost 261.8 biegen wir zur Chickasaw Village Site ab. Außer den mit Kantsteinen nachgebildeten „Grundmauern“ des Indianerdorfes ist hier nichts zu sehen. Also setzen wir unsere Fahrt fort, um an Milestone 269.4 wiederum anzuhalten. Ein kurzer Trail führt zu 12 unbekannten konföderierten Grabsteinen, die ursächlich in Marmor aufgestellt worden waren. Aber die wurden geklaut und anschließend durch die jetzigen Steine ersetzt. Jeden Grabstein schmückt die amerikanische Flagge – wo dies doch die konföderierte sein müsste, oder?!?

Die Pharr Mounds an Milepost 286.7 entpuppen sich als Drive-through-Highlight. Aber an der Cave Spring Milepost 308.4 steigen wir aus. Zudem ist Jan hier mit einem Geocache beschäftigt bzw. mit der Beantwortung der Fragen zu dem Geocache. Die Höhle sieht eher unspektakulär aus. Wir setzen unsere Fahrt bis zur Milepost 327.3 Colbert Ferry fort. Von dieser Stelle haben wir einen schönen Blick auf die längste Brücke am NTP über den Tennessee River. Die Brücke überqueren wir natürlich auch. Auf der anderen Seite gibt es ebenfalls eine schöne Fotomöglichkeit.

Wir befinden uns nun in Alabama und Jan braucht selbstverständlich auch in diesem Bundesstaat einen Geocache. Der nächste Geocache findet sich an Milepost 330.2 Rock Spring. Ein kleiner Trail führt durch den Wald und am Colbert River entlang. Am Pond fliegen Kolibris, die auf der Durchreise hier Station machen. Die kleinen Nektarvögel zischen von einer Blüte zur nächsten und verweilen ab und zu auf toten Ästen. Voller Begeisterung gucken wir ihnen eine Weile zu. Jan sammelt auf den Schildern die Infos ein, die er zur Beantwortung der Geocache-Fragen benötigt.

Wir verlassen den NTP und folgen dem schnellsten Weg nach Memphis (Tennessee). Der Highway bringt für uns ungewohnten Verkehr, denn auf dem Trace war selbst Gegenverkehr eher rar. Unterwegs kaufen wir eine Kleinigkeit für das Abendessen ein, dann nehmen wir direkten Kurs auf den Graceland RV Park. Gegen 17:00 checken wir ein. Graceland, das Heim von Rock’n Roll King Elvis Presley, ist unser direkter Nachbar.

Zum Abendessen werfen wir den Grill an. Steak, Lachs und Knoblauch-Baguette schmoren darauf. Dazu gibt es Salat mit einem leckeren Blue Cheese Dressing. Was wollen wir mehr?!? Eine unserer Digestif-Flaschen hat es mit dem heutigen Tage hinter sich, da müssen wir mit dem Inhalt in der 2. Flasche pfleglich umgehen.

Samstag 10.09.2016 Memphis

Wetter             heiter, gewittrig, heiß
Fahrzeit           1,0 h

Gabi geht um 7:45 zum Duschen, Jan schläft noch. Aber um 8:00 ist auch für Jan Tagwacht. Draußen herrschen noch angenehme Temperaturen, also decken wir den Frühstückstisch vorm Camper. Rund um uns herum erwacht das Leben. Wir lassen uns Zeit, lesen die Online-FAZ. Gegen 10:00 sind wir dennoch Abmarsch bereit.

Graceland können wir zu Fuß erreichen. Wir kaufen Platinum Tickets, damit können wir Graceland Mansion, Elvis Hawaii, Elvis Tupelo, Sincerely Elvis, Archives, Car Museum und Airplanes besuchen. Der Shuttle bringt uns samt Audio-Guide zuallererst zum Graceland Mansion. Man kann das Erdgeschoß und den Keller besichtigen. Insbesondere der Keller mit der quietschegelben Bar und dem Dschungelzimmer hat schon was. Die Sammlung der Elvis Reliquien seiner Sänger- und Filmkarriere schließt sich an. Die Allee der goldenen und platinen Schallplatten ist schon sehr beeindruckend. Über den Audio-Guide erfahren wir vieles über sein Leben, sein soziales Engagement und seine Familie. Das Familiengrab befindet sich ebenfalls auf dem Gelände. Weiter geht es mit dem Auto-Museum. Rolls Royce, Mercedes Benz und natürlich Cadillacs (auch der in pink) dürfen neben diversen Fun-Cars nicht fehlen. Seine beiden Flieger darf man ebenfalls besuchen. Insbesondere die Lisa Marie mit goldenen Waschbecken und vergoldeten Sicherheitsgurten verweisen auf seine exzentrische Ader. Sein Hawaii-Ausflug per Schiff zeigen ihn wieder bodenständiger. Sein Besuch in Hawaii wurde durch die viele Fan-Post aus Hawaii initiiert. Jede Menge Gift-Shops, Cafés und Restaurants komplettieren das Gelände. Und natürlich schallen an jeder Ecke und überall Elvis-Songs sowie Ausschnitte aus seinen Konzerten. Wir verbringen gut 3 h auf dem Gelände. Leider verpassen wir den Sun-Shuttle gerade um 5 Minuten, so gehen wir erst mal zum Heartbreak Hotel vor unserem Campground, auf der Suche nach der Bar. Die öffnet erst um 15:00. Also kehren wir zu unserem Camper zurück, Jan genehmigt sich ein Bier, Gabi Kokossaft. Kurz bevor es Zeit wird zum Shuttle-Bus zu gehen, der vor dem Heartbreak-Hotel abfährt, öffnet der Himmel seine Schleusen. Jan hängt erst mal im Waschraum fest, aber kurz bevor wir los müssen, lässt der Regen nach. Über wahre Sturzbäche auf der Straße hopsen wir zum Hotel.

Just-in-time erreichen wir das Hotel, der Shuttle kommt gerade an. Wir springen an Bord. Während der Fahrt zum Sun Studio werden Elvis-Clips gezeigt. Am Sun Studio müssen alle Fahrgäste aussteigen. Da der Shuttle vom Sun Studio kostenfrei bereitgestellt wird, erwarten sie natürlich, dass die Fahrgäste auch ihre Führung besuchen. Das wollten wir sowieso. Hier wurde Elvis quasi entdeckt! Er erschien im Studio mit US$ 4,00 zur Plattenaufnahme. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch jeder, der US$ 4,00 zahlte, eine Platte aufnehmen. Die Führung gestaltet sich sehr amüsant, da einige Geschichten aus dem Nähkästchen geplaudert werden. Jerry Lee Lewis, Jonny Cash und natürlich Elvis Presley kommen darin vor.

Wir steigen wieder in den Shuttle, den wir an der Beale Street verlassen. Die Beale Street steht für Musik, Alkohol und Party-Time rund um die Uhr. Wir finden einen netten Pub mit Innenhof und Live-Musik. Den restlichen Nachmittag vertreiben wir uns an der Riverside. Jan sucht Geocaches, an der Landungsbrücke genehmigen wir uns den Sundowner.

Kurz nach 19:00 finden wir uns im Restaurant Itta Bena ein, in dem kreolische Südstaatenküche serviert wird. Das Essen schmeckt super gut, die Atmosphäre ist stimmig, der Wein lecker. Anschließend schlendern wir noch mal über die sich zunehmend füllende Beale Street. Polizei-Präsenz allenthalben inklusive ausgeprägter Zugangskontrollen. Unsere Wasserflaschen dürfen wir schon mal spenden.

Die Suche nach einem Taxi gestaltet sich etwas aufwendig. Na ja, schließlich landen wir wieder vor unserem Restaurant, vor dem schräg gegenüber die Taxen warten. So hatten wir wenigstens noch einen kurzen Spaziergang. Insgesamt erscheint uns Memphis entspannter als New Orleans, da konnte man samstags ab 18:00 keinen Fuß mehr vor den anderen setzen.

Das Klima ist mittlerweile sehr angenehm. Vielleicht können wir heute Nacht mal auf die Klimaanlage verzichten?!?

Sonntag 11.09.2016 Memphis ff.

Wetter             heiter, heiß
Fahrzeit           1,0 h

Der Tag beginnt für uns erst um 9:00. Wir frühstücken gemütlich im Schatten hinter unserem Camper. Rechtzeitig zum Sun-Studio-Shuttle um 10:55 gehen wir zum Heartbreak Hotel vor.

Am Sun-Studio müssen wieder alle Fahrgäste aussteigen. Die Führung hatten wir gestern schon, also spazieren wir gen Downtown, die nicht wirklich weit entfernt ist. Das Gibson-Gitarren Fabrikgebäude erreichen wir gegen 11:45. 5 Minuten später öffnet der Shop, in dem wir Tickets für die 12:00-Führung erstehen. In knapp 1 h Stunde wird uns sehr anschaulich die Herstellung von Gitarren nahegebracht, die erstaunliche 5-6 Wochen dauert. Daraufhin schauen wir uns die Preise der Gitarren im Shop näher an. Von US$ 350,00 bis US$ 5.500,00 ist alles dabei und davon ausgenommen sind natürlich die Gitarren, die kein Preisschild aufweisen.

Wir gehen weiter zur Monorail, die uns zu Mud-Island hinüberbringt. Bei Mud-Island handelt es sich um eine Halbinsel, auf der sich der Memphis Stadt Park befindet. Die Monorail ähnelt eher einer Schwebebahn. Auf Mud-Island besuchen wir das River-Museum und den River Walk. Das Museum erzählt vieles über den Mississippi und seinen Bootsverkehr. Unter anderem werden wir durch ein Steamboat geführt. Sehr naturgetreu gelungen. Auch die Fahrt auf der Brücke eines Lastkahnverbundes (7 Kähne breit und 5 Kähne lang) unter einer Brücke hindurch gelingt sehr authentisch. Natürlich darf auch der Blues und Elvis in diesem Museum nicht fehlen. Toll gemacht!

Der Riverwalk bildet hingegen draußen die knapp 1.000 mi des Mississippis nach. Von der Quelle mit all seinen Zuflüssen bis zum Golf von Mexiko. Ebenfalls super, informativ und anschaulich. Man könnte dem Flussbett auch barfuß folgen. Im „Golf“ dagegen warten Tretboote bzw. Tretschwäne abfahrbereit. Für Kinder ein tolles Erlebnis. Trotz Sonntag und blauem Himmel sind nicht viele Menschen hier, auch die Gastronomie arbeitet auf Sparflamme. Offensichtlich war auch hier Labour Day der Stichtag für das Ende der Sommersaison.

An diesem Sonntag begegnen uns viele schwarze Familien der Mittelschicht mit ihren Kindern auf ihrem Nachmittagsausflug – mit Fahrrad und auch ohne. In jedem Fall finden es die Kids klasse mit dem Schwan über den Golf zu treten.

Auf unserem Tagesplan steht noch die Duck-Parade im Peabody-Hotel, die es bereits seit 50 Jahren gibt. Jeden Tag um 11:00 werden die Enten aus dem Fahrstuhl in den Springbrunnen in der Lobby geleitet und um 17:00 geht das ganze Prozedere wieder zurück zu ihrem „Nachtquartier“ auf dem Hoteldach. Wir laufen gegen 16:20 im Hotel ein, mit der Idee an der Bar noch etwas zu trinken. Aber direkt mit uns wird ein Bus entladen, dessen Inhalt auch die Duck-Parade im Sinn hat. Sämtliche Sessel in der Lobby und der Bar sind bereits besetzt. Die besten Beobachtungsplätze gibt es wohl um 1. Stock, also nichts wir rauf. Auch dort haben sich bereits Wartende positioniert. Wir suchen uns Beobachtungsplätze und warten auf das, was da geschehen möge. Für die Enten wir der rote Teppich zum Fahrstuhl ausgerollt. Sie warten schon aufgeregt darauf ihren Tagesbrunnen zu verlassen. Aber sie entkommen der Zeremonie nicht, die Ansprache des Duck-Masters muss schon sein. Dann werden alle Treppen im und vor dem Pool freigegeben und die 5 Enten watscheln im Entengang dem Fahrstuhl entgegen.

Wir nehmen nun die Beine in die Hand, denn wir wollen mit dem Sun-Shuttle um 17:35 zurück zum Heartbreak Hotel fahren. Es bleibt sogar noch etwas Zeit für einen schnellen Drink im Pub. Der Shuttle erscheint pünktlich. So kommen wir kostenfrei wieder zurück zum Campground.

Nach einem Feierabend-Bier bzw. Cider beginnen wir mit den Vorbereitungen für das Abendessen. Asiatisch steht auf dem Speiseplan. Reis mit Gemüse und Shrimps pikant begleitet von einem schönen roten Malbec. Wir essen den Mücken zum Trotz draußen. Irgendwie scheinen sich die Mücken heute von dem Anti-Brumm nicht vertreiben zu lassen. Nebenbei haben wir unseren Housekeeping-Tag, die Wäsche wäscht und trocknet. Das muss auch mal sein. Nach dem Essen verziehen wir uns allerdings in den Camper. Adieu Mückenplage!

Montag 12.09.2016 Memphis – Little Rock

Wetter             heiter, sonnig, heiß
Fahrzeit           3,0 h

Kurz vor 8:00 gehen wir zum Duschen ins gegenüberliegende Sanitärgebäude. Frisch gewaschen fängt uns der Nachbar ab, der in der Blockhütte neben uns nächtigte. Unser gestriges Abendessen hat er wohl immer noch in der Nase. Zumindest spricht aus seinen lobenden Worten etwas Neid. Das Frühstück ist schnell gemacht, so lassen wir uns neben dem Camper nieder. Die Sonne versteckt sich hinter den Wolken und die Temperatur ist (noch) sehr erträglich.

Als wir uns so langsam auf die Abfahrt vorbereiten, gelingt es nicht den Wasseranschluss zu schließen. Der Wasserhahn ist kaputt, der herbeigerufene Campground-Service muss ihn austauschen. Um 10:00 herum verlassen wir Elvis, schnief!!

Bevor wir die Stadtgrenzen von Memphis verlassen, besuchen wir den Slave Heaven. Hierbei handelt es sich um ein Haus, dass in den Jahren 1850 bis 1865 entlaufenen Sklaven ein sicheres Versteck bot, bis sie weiter in den Norden flüchten konnten. Der Zugang ins Haus führte durch eine Klappe robbend unter dem Haus bis in einen Kellerraum. Dort wurde für sie gesorgt, bis sich wieder ein sicherer Weg der sogenannten „Underground-Railway“ über den Mississippi gen Norden auftat. Sehr anschaulich wurde die ganze Wegstrecke der Schwarzen von Afrika bis nach Amerika dargestellt. Verschleppt aus ihren Dörfern, wie Tiere gehalten auf den Schiffen haben es natürlich nicht alle an ihren Bestimmungsort geschafft. Die, die unterwegs starben oder krank wurden, gingen über Bord und wurden an die Haie verfüttert, die bereits wartend die Schiffe begleiteten. Unvorstellbare Zustände!! Das Leben auf den Plantagen war ebenfalls kein Zuckerschlecken. 1865 wurde die Sklaverei abgeschafft, aber bis zur wirklichen Gleichberechtigung war (und teilweise ist es noch immer) ein weiter Weg. In Memphis selbst hatten wir den Eindruck, dass es überwiegend schwarze Familien im Mittelstand gibt. Das ist doch schon mal ein Weg in die richtige Richtung!

Wir verlassen Memphis in südwestlicher Richtung. Bereits mitten auf der Brücke über den Mississippi wechseln wir vom Bundesstaat Mississippi nach Arkansas. Little Rock heißt unser Tagesziel. Bill Clinton ging in Little Rock zur Highschool und war hier Gouverneur. Straßen und Gebäude wurden nach ihm benannt. Zig Brücken führen über den Arkansas River. Ausgediente Eisenbahnbrücken wurden zu Fußgängerbrücken. Eine Bücherei am Ufer in einem highsophisticated Gebäude neben einer alten verrosteten Eisenbahnbrücke stellt einen schönen Kontrast dar. Außerdem kann das Auto hier parken und wir schlendern entlang der Riverside in die Stadt. Der Riverside Park ist wirklich schön ausgebaut. Wir landen direkt an der Junction Bridge, ebenfalls eine ausgediente Eisenbahnbrücke, die nun für Fußgänger freigegeben ist und den direkten Zugang zum River Market bereitstellt. Der River Market zieht sich die President Clinton Ave entlang. Geschäfte, Cafés und Restaurant reihen sich aneinander. Jan jagt Geocaches hinterher, wird aber leider nicht fündig. Aber immerhin hat er bereits einen Geocache in Arkansas gefunden. Wir schlendern gemütlich Eis schleckend zurück zum Camper.

Nun noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und zurück zum Campground. Heute Abend wird der Grill angeworfen, während die Fire Flies um uns herum ihr eigenes kleines Feuerwerk veranstalten.

Dienstag 13.09.2016 Little Rock – Hot Springs

Wetter             heiter, heiß
Fahrzeit           3,5 h

Um 8:00 herum fallen wir aus den Federn. Um uns herum herrscht, wie eigentlich immer, wenig Betrieb. Alle bleiben in ihren Campern. My Car ist my Castle – oder so. Wir frühstücken unverdrossen draußen. Vor dem Waschhaus ruht eine schneeweiße semilanghaarige Miezekatze in Erwartung von Schmuseeinheiten. Um 10:00 sind wir zur Abfahrt bereit.

Los geht’s nach Hot Springs. Die Fahrt dauert nur eine gute Stunde. Der Reiseführer informierte darüber, dass in Hot Springs früher Gangster und Reiche ihren Urlaub verbrachten, zumal es damals Spielcasinos gab. Die Sache mit den Gangstern ist wohl eher eine Mär, aber die Schönen und Reichen gingen in den Badehäusern von Hot Springs heilenden Wasserkuren nach. Die Badehäuser stehen hübsch renoviert immer noch mitten im Ort. Einige wenige werden nach wie vor als Badehaus genutzt. Uns zieht es erst mal zum Mountain View Tower, der einen schönen Blick über Hot Springs und seine grüne hügelige Umgebung gewährt.

Wir schlendern am frühen Nachmittag nochmals durch Hot Springs an den Badehäusern und den vielen Wasserspielen – mit heißem Wasser! – vorbei. Bis wir uns zum Badehaus-Besuch entschließen, ist es 15:00. Schlag 15:01 stehen wir am Ticketschalter und werden damit beschieden, dass seit 15:00 keine Einlass mehr ist. Wir sind hinlänglich sauer, denn wir haben am Vormittag extra gefragt, ob man einen Termin benötigt. Aber was hilft’s.

Wir fahren zum Campground und genehmigen uns dort ein erfrischendes Bad im Pool. Das ersetzt zwar nicht den Spa und die Massage – aber immerhin. Dafür baden einige „Blatt“fische vom überhängenden Baum mit uns. Den restlichen Nachmittag vertreiben wir uns lesender Weise, bis es Zeit für den Sundowner und das Abendessen wird. Zum Essen grillen die Grillen und leuchten ein paar wenige Fire Flies. Jan wirft zur Abwechslung mal ein Lagerfeuer an. Mal sehen, ob sich die Mücken davon beeindrucken lassen.

Mittwoch 14.09.2016 Hot Springs – Caddo Lake State Park

Wetter             heiter, heiß
Fahrzeit           3,0 h

Kurz nach 8:00 fallen wir aus dem Bett. Die Mücken haben insbesondere Gabi schwer zugesetzt. Nichtsdestotrotz frühstücken wir draußen. Die Squirrels laufen mit dicken Walnüssen als Beute umher. Wir beschließen, am heutigen morgen das Buckstaff Bathhouse nochmals aufzusuchen, obwohl sie uns gestern so schnöde wegschickten.

Also fahren wir gegen 10:00 zur Bathhouse Row. Der kostenfreie! RV-Parkplatz am Visitor Center ist frei, jipeeh! Sonst wäre es auch ziemlich schwierig geworden für unser Geschoß einen Parkplatz zu finden. Im Buckstaff Bathhouse nehmen sie uns an. Von nun an trennen sich unsere Wege. Denn Jungs werden links im Parterre und Mädels rechts im 1. Stock bedient. Die Anwendungen sind jedoch die gleichen. Heißer Whirlpool, heiße Liege (Gabi mit kühlem Tuch auf der Stirn), Dampfbad, Sitzbad, Nadeldusche, Ganz-Körper Massage und Wachsbehandlung für die Hände. Das ganze Prozedere dauert 2 h und ist vor allem heiß. Wir fühlen uns danach jedenfalls wie neu geboren mit samtener Haut – insbesondere die Hände!

Gegen 12:00 verlassen wir Hot Springs in südwestlicher Richtung. Das nächste Ziel heißt Caddo Lake State Park. Die Fahrt führt uns über Secondary Roads und den Interstate 30 nach ca. 2,5 h zum Ziel. Uns wird eine schöne Campsite zugeteilt nur wenige Meter entfernt vom Saw Mill Pond.

Um 16:30 steht der Camper. Die Szenerie am Saw Mill Pond ist wie geschaffen für den Sun-downer, außer dass Alkohol im öffentlichen Raum verboten ist. Darüber setzen wir uns hinweg und tragen unsere Gin Tonics zu den Anlegern am See. Die sich im Wasser spiegelnden Zypressen geben einfach ein bezauberndes Bild ab! Einer der schönsten Plätze des Urlaubs!!

Gegen 18:00 starten wir zum River Bench Restaurant fürs Abendessen. Auf der mit Moskitonetz umzäunten Terrasse lässt es sich mit den Deckenquirls gut aushalten. Direkter Bayou-Blick garantiert! Das Essen schmeckt dazu auch fein. Eine gute Wahl mit perfekter Stimmung. Als Vorspeise wählen wir Alligator, der in kleinen Stücken pikant ausgebacken mit hausgemachter Ajolli daherkommt. Danach werden Bohnen, Kohlsalat und ausgebackene Kartoffel-Jalapenos-Finger serviert – sehr schmackhaft. Die Hauptgerichte kommen auch bald. Catfisch ausgebacken und Catfisch gefüllt! Beides reichhaltig und lecker!

Auf der Rückfahrt zum Campground begleiten uns schon die Fire Flies. Bei einem Glas Wein lassen wir den Abend ausklingen.

Donnerstag 15.09.2016 Caddo Lake State Park – Jefferson

Wetter             heiter, heiß
Fahrzeit           1,5 h

Bereits kurz nach 9:00 sind wir auf dem Weg. An der Ranger Station gibt es leidlich stabilen Empfang. Die Sprachnachricht auf unsere gestrige Anfrage verheißt leider nichts Gutes, denn der Tour-Veranstalter bietet heute leider keine Touren an. Also fahren wir erst mal nach Uncertain, dies soll der Hauptort am Caddo Lake sein. Leider finden wir auch im Ort keinen Veranstalter, der in absehbarer Zeit mit uns in See stechen würde. Schade drum!!

Wir beschließen nach Jefferson zu fahren. Jefferson war in der Vor-Eisenbahn-Zeit der größte Inlandhafen der USA! Heutzutage ist davon nicht mehr viel zu spüren. Seit die Eisenbahn-Entscheidung für Dallas fiel, ging es mit Jefferson bergab. Einige schöne alte Häuser zeugen noch von der guten alten Zeit. Insbesondere der General Store ist einen Besuch wert!

Wir suchen uns am Big Cedar Bayou einen schönen schattigen Stellplatz für die Nacht. Gegen 13:30 kehren wir in die Stadt zurück. Um 14:00 startet die Bootstour über den Bayou. Das ist ganz nett, wir lernen einiges über die Historie von Jefferson, hat allerdings nichts mit einer Kanufahrt durch einen Zedernwald im Sumpf gemein.

Wir schließen in einer nahe gelegenen Winery eine Weinprobe an. Der Wein schmeckt ganz nett, reißt uns jedoch nicht zu Begeisterungsausrufen hin. Den restlichen Nachmittag vertreiben wir uns am Campground. Am Abend werfen wir letztmalig den Grill an, auf dem für Jan ein Ribeye-Steak und für Gabi Lachs auf der Zederplanke Platz finden. Dazu gibt es Salat mit Blue Cheese-Dressing und Paprikagemüse. Für Jan darf Knoblauchbrot nicht fehlen. Genudelt werfen wir die Reste in den Müll, der Schnaps ist leider bereits ausgetrunken.

Über uns wacht der Vollmond in lockerer Bewölkung. Die Temperatur sinkt, aber die Luftfeuchtigkeit steigt. Der Wein schmeckt uns trotzdem gut zum Gesang der Grillen.

Freitag 16.09.2016 Jefferson – Dallas

Wetter             heiter, heiß
Fahrzeit           5,0 h

Nach dem Frühstück landet schon mal der Grill inklusive zugehöriger Zange im Müll. Die Aufräumungsarbeiten beginnen, denn morgen Vormittag geben wir den Camper zurück.

Gegen 10:00 verlassen wir Jefferson mit dem Tagesziel Dallas. Nach 1 ½ h Fahrt legen wir in Tyler einen Zwischenstopp ein. Nördlich von Tyler wartet das Tiger Creek Wildlife Refuge, in dem sich, wie der Name erwarten lässt, hauptsächlich Tiger aber auch andere Großkatzen wie Löwen, Leopard, Puma und Bobcat befinden. Das Refuge hat sich die Aufgabe gestellt, Großkatzen, die in ihrem ursächlichen Zuhause nicht mehr bleiben können, ein Zuhause zu geben. U.a. können wir den Tiger „Siera“ von Michael Jackson bewundern. Die Katzen machen das einzig Richtige an diesem heißen Tag: sie dösen im Schatten. Mindestens 20 Tiger in allen Farbschattierungen von hell bis dunkel liegen hier rum. Es ist unglaublich, dass Privatleute glauben Tiger halten zu können. Überraschenderweise werden die Babykatzen irgendwann mal sehr groß! Und dann müssen sie weg. Gut dass es solch eine Initiative gibt!

Tyler macht durch seinen großen Rosengarten von sich reden, in dem auch jetzt noch einige Rosen blühen. Gärtner machen sich lautstark an Beeten und Rasen zu schaffen. Die Hörnchen knuspern fleißig Zapfen.

Weiter geht’s für uns nach Dallas. 2 h später finden wir uns an der Stelle des ausgesuchten Campgrounds wieder. Leider gibt es ihn nicht mehr. Nun beginnt unsere Irrfahrt. Geschlagene 2 h fahren wir von Campground zu Campground, die entweder nicht mehr betrieben werden oder nur längerfristige Standplätze aufweisen oder RV-Storage anbieten. Letztendlich landen wir am Lighthouse RV Park am Freeway, den wir bereits um 15:30 passierten, aber aufgrund seiner „verkehrsgünstigen“ Lage verworfen hatten. Die Zufahrt zu finden gestaltet sich ebenfalls als nicht einfach, da der Highway eine einzige Baustelle ist. Nach 2 maligem Kreiseln nehmen wir endlich den richtigen Abzweig. Kurz nach 17:00 stehen wir auf der letzten verfügbaren Campsite!!

Nun erst mal ein Bier und einen Cider. Ein Hotel für die nächste Nacht in Flughafennähe buchen wir noch schnell, stellen Stühle und Tisch auf. Dann brechen wir zum Abendessen auf. Wir finden in McKinney einen schönen Mexikaner. Das Essen von Cebiche über Empanadas zu Langusten Enchiladas und scharfen Camarones schmeckt superlecker. Das ist doch mal eine nette Belohnung für den verkorksten Nachmittag. Das historische Viertel rund um das Courthouse von McKinney sieht überraschenderweise sehr nett aus und füllt sich zunehmend mit Leben. Die Restaurants und Kneipen sind sichtlich gut besucht. Wir müssen jedoch zurück zum Camper und Packen! Denn Morgen Vormittag müssen wir den Camper zurückgeben und übermorgen fliegen wir nach Las Vegas. Da will alles gut verstaut sein, da wir den größten Teil des Gepäcks in Dallas deponieren wollen.

Bei einer schönen Flasche Malbec packt es sich fast von allein.

Samstag 17.09.2016 Dallas

Wetter             sonnig, heiß
Fahrzeit           2,5 h

Um 7:30 piepst der Wecker. Wir genehmigen uns ein schnelles Frühstück. Die letzten Sachen werden verstaut und der Camper übergabefertig vorbereitet. Gegen 9:00 begeben wir uns auf den Weg zu El Monte.

Die Übergabe verläuft völlig unproblematisch. Der Chef des Büros bringt uns persönlich zum Flughafen. Dort übernehmen wir einen KIA, der uns durch Dallas bringen soll. Das Gepäck kommt in den Kofferraum, so rollen wir Dallas Downtown entgegen.

Auf dem Parkplatz vor dem Sixth Floor Museum darf der Kleine parken. Uns erwartet eine Warteschlange im Museum. Bis wir endlich Tickets in der Hand halten, sind wir ½ h älter. Von jetzt ab dreht sich alles um die Ermordung von JFK. Die Berichterstattung und bereitgestellten Informationen zeigen das Attentat und die versuchte Aufklärung auf. Verblüffend kritisch werden die sogenannte Aufklärung und die involvierten Organisationen dargestellt. Ein letzter Zweifel über das warum und wer bleibt nach wie vor! Das Museum befindet sich in dem Gebäude, aus dessen 6. Stock angeblich geschossen wurde. Direkt davor liegt also der Tatort Dealey Plaza und Grassy Knoll. Auf der Straße ist ein „X“ gezeichnet, an der JFK getroffen wurde. Makabrer Weise lassen sich genau an der Stelle sogar Menschen fotografieren!?!

Wir schlendern weiter durch Dallas. Auf der Rückseite des Märchenschloss gleichen Old Red Museums befindet sich das monumentale JFK Memorial. Wir passieren das höchste Gebäude von Texas, in dem spiegelnden Glas-Hochhaus sitzt die Bank of America. Ein Stück weiter thront seit 1999 wieder der Pegasus auf dem Dach des renovierten Magnolia Petroleum Company Building, das heute das Magnolia Hotel beherbergt. Auf dem Weg zum Thanks-Giving Square nimmt uns ein übergroßer Augapfel in Augenschein. Der Thanks-Giving Square bietet einen Ort zur inneren Einkehr mitten in der Millionen-Stadt Dallas. Die ruhige Triangel bietet eine Kapelle, eine Gebetsmauer und einen Meditationsgarten. Eigentlich eine hübsche Idee, die irgendwie jeder Großstadt guttäte!!

Nun wenden wir uns in die entgegengesetzte Richtung zum Reunion Tower – dem inoffiziellen Wahrzeichen von Dallas. Zuvor trabt uns eine Skulptur-Herde Longhorns entgegen. Eine tolle riesige und lebensnahe Plastik!! Vom Reunion Tower haben wir einen super Blick über die kompakte aber feine Downtown. Über Dealey Square laufen wir zurück zum Auto.

Pünktlich um 17:00 checken wir im Hyatt Regency am Flughafen ein. Das Zimmer ist riesig. Wenn wir uns da mal nicht verlaufen, so viel Platz sind wir gar nicht mehr gewöhnt. Nun erst mal Füße hoch und dann unter die Dusche, damit wir adrett und sauber zum Essen in den Bishop Art District fahren können. Der Tisch ist für 20:45 reserviert.

Das Restaurant Hattie’s befindet sich offensichtlich in einem kleinen aber feinen Kneipenviertel. Das Auto landet im Valet Parking, während wir es uns gut schmecken lassen. Das Restaurant ist gut besucht von Schwarz und Weiß. Wir haben eine gute Wahl getroffen.

Auf den Heimweg nehmen wir die illuminierte Downtown ins fotografische Visier. Der Reunion Tower besticht mit wechselnder Beleuchtung der oberen Kugel und die Konturen der Bank of America leuchten ganz grün.

Zurück am Hotel müssen die Seesäcke doch mit aufs Zimmer. Jan hat zwischenzeitlich herausgefunden, dass amerikanische Flughäfen seit 9-11 keine Gepäckaufbewahrung mehr bereitstellen. Also müssen wir morgen die Säcke im Hotel deponieren, denn in Las Vegas brauchen wir sie gar nicht.

Sonntag 18.09.2016 Dallas – Las Vegas

Abflug            11:20 (geplant 10:45)
Ankunft          12:00 (-2,0 h)
Flugzeit           2,5 h
Fahrzeit           1,0 h
Wetter             sonnig, trocken heiß

Pünktlich um 7:30 fallen wir mit dem Weckerklingeln aus den Federn. Frühstück fällt erst mal aus. Die beiden dicken Säcke deponieren wir für die nächsten 2 Tage im Hotel. Das Auto ist ebenfalls zügig bei seiner Abgabestelle, der Shuttle fährt quasi just-in-time ab.

So bleibt uns am Flughafen ausreichend Zeit für ein kleines Frühstück, zumal der Flieger mit einer guten ½ h Verspätung angekündigt ist.

In Las Vegas gelandet fahren wir mit dem Shuttle zum Rental Car Center. Eine lange Schlange wartet vor dem Counter. Aber irgendwann sitzen wir im Auto. Im Excalibur reihen wir uns nochmals in die lange Warteschlange vor der Rezeption ein. Um 14:30 beziehen wir endlich unser Zimmer. Bald starten wir unser Besichtigungsprogramm mit den Nachbarhotels Luxor und Mandalay Bay. Leider liegen die fotogenen Hotel-Fronten im Schatten, so dass wir die Fotosession auf morgen Vormittag verlegen. Zumindest der Besuch des Aquariums im Mandalay mit Glastunnel und Haien ist vom Sonnenstand unabhängig.

Das Abendessen nehmen wir beim Japaner im New York New York. Für den späteren Abend haben wir im Theater des Hotel-Casinos New York New York Karten für die Show Cirque de Soleil: Zumanity. Die Show beginnt um 21:30. Erotische Akrobatik ist angesagt. Sehr unterhaltsam.

Zurück im Excalibur nehmen wir einen Absacker und fallen müde ins Bett.

Montag 19.09.2016 Las Vegas

Wetter             sonnig, heiß
Fahrzeit           1,0 h

Kurz vor 8:00 reihen wir uns in die Warteschlange vor Starbucks ein. Im Casino wird noch oder schon gespielt genauso wie Alkohol konsumiert. Gegen 8:45 starten wir in den Tag.

Als erstes laufen wir die direkte Nachbarschaft nochmals ab, denn jetzt liegen die Hotels schön in der Sonne. Luxor, Mandalay Bay, auch Excalibur und New York New York. Auf der Suche nach dem Hard Rock Café verlaufen wir uns nahezu im MGM Grand, aber schließlich gelingt es.

Dann steigen wir aufs Auto um. Am Stadtrand stellt das Neon Museum alte Neon Schilder aus. Die nächste freie Tour wird uns für 12:30 angeboten. Damit bleibt uns 1 h Zeit, in der wir uns das Golden Nugget sowie Vic mit Vicky heimsuchen. Die Fremont St ist mittlerweile fußläufig und überdacht. Aber sonst ist noch alles an Ort und Stelle, nur dass vor 25 Jahren in der Straße noch der Autoverkehr floss. Wir beschließen am Abend nochmals herzukommen, denn Neon Vic und Vicky machen beleuchtet bei Nacht sicher mehr her. Zurück am Neon Museum beginnt bald die Führung. Ein junger Mann führt voller Enthusiasmus und Geschichten durch den Schilderwald. Die Neons sind in sehr unterschiedlichem Zustand. An der Präsentation könnte man noch arbeiten, der verfügbare Platz ist halt sehr beengt. Stardust und Sahara sind jedenfalls auch dabei. Beide Hotels gibt es zwischenzeitlich nicht mehr. Das Stardust wurde abgerissen, an seiner Stelle befindet sich aktuell eine Großbaustelle und vom „alten“ Sahara kann man auch nichts mehr sehen, es wurde entkernt und firmiert nun unter dem Namen „SLS“.

Für den Rückweg folgen wir dem Strip. Am Bellagio legen wir einen Stopp ein, um der Fontänen Show beizuwohnen. Um 15:00 gibt es die 1. Wassershow des Tages. Uns bleibt also ½ h den besten Standplatz zu besetzen. Wir wählen die Aussichtsplattform des gegenüberliegenden Eiffelturms. Sogar die Musik schafft es bis zu uns hoch.

Uns bleibt nun noch eine knappe Stunde für den Pool im heimischen Excalibur. Für 17:45 haben wir im Stratosphere Tower im Top of the World Restaurant einen Tisch bestellt. Parken ist an dem Ende des Strips kostenfrei! Wir werden in die 1. Reihe ans Fenster gesetzt und kreiseln nun in 1 h um 360°. Das Abendessen schmeckt exzellent! Alles in allem angemessen für unseren letzten Abend.

Zwischen Beenden des Abendessens und Beginn der Show absolvieren wir ein straffes Programm. Im Mirage steht für 20:00 der Vulkanausbruch auf dem Zeitplan. Dort kommen wir in der Tat 5 Minuten vor Vulkanausbruch an. Menschenmassen drängen sich bereits um das Gelände. Die Feuershow lohnt jedenfalls den Einsatz. Danach fahren wir zu den beleuchteten Neons in der Fremont St. Wir sind völlig überrascht, in der fußläufigen und überdachten Fremont St ist der Teufel los. Auf mehreren Bühnen treten Bands auf. Längs führen Zipleinen durch die Arkade, auf denen Mädels von einem Ende zum anderen sausen. An die Decke werden Bilder projiziert. Die Straße ist voller Menschen. Die beiden Neon Figuren Vic und Vicky sehen erleuchtet, wie erwartet, eindrucksvoller aus. Leider müssen wir uns sputen, die vorgebuchte Show beginnt um 21:30 im Wynn Theater. Eine rasante Show auf einer Wasserbühne. Da bekommt Wasserballett ein ganz neues Gesicht. Die Bühnentechnik wie auch die gesamte Inszenierung fesseln uns. Mal was ganz ungewöhnliches.

Zurück im Hotel müssen wir schnellstens ins Bett, denn schon vor 4:00 wird die Nacht vorbei sein.

Dienstag 20.09.2016 Rückreise – Las Vegas – Dallas – Frankfurt

(Wetter            Las Vegas) und Dallas, heiter und sonnig, heiß E
(Fahrzeit          0,5 h
Abflug            Las Vegas 07:00
Ankunft          Dallas 11:15 (+ 2 h))
Abflug            Dallas 15:55
Ankunft          Frankfurt 8:50 (+ 7 h)

(Kurz vor 4:00 rasseln in Minutenabständen mehrere Wecker. Uns holt jedoch bereits der erste aus dem Bett. Im Casino herrscht natürlich auch um diese nächtliche Stunde Betrieb – nicht viel, aber immerhin.

Wir müssen noch einen kleinen Schlenker über eine Tankstelle machen, denn wir müssen eine Tankquittung vorweisen (die Tanknadel zeigt noch auf voll!). Alles klappt wie am Schnürchen. Die Autorückgabe erfolgt schnell und problemlos. Eingecheckt sind wir schon, Gepäckabgabe entfällt und fürs Frühstück ist es uns noch zu früh.

Der Flieger kommt pünktlich in die Luft, wir landen fast ½ h vor der angekündigten Ankunftszeit in Dallas.) Gut für uns, denn wir müssen unser deponiertes Gepäck aus dem Hyatt Regency abholen. Lediglich 5 Minuten dauert der Fußweg ins Hotel. Der Hotel-Shuttle bringt uns 5 Minuten später samt Gepäck zum Terminal. So sitzen wir um 11:30 vor dem Lufthansa Counter und warten auf Einlass. Angeblich beginnt die Abfertigung um 13:00. Demzufolge geben wir unserem Frühstückshunger nach und besorgen uns nacheinander Sandwiches – einer muss schließlich immer das Gepäck bewachen. Kaum kommt auch Jan mit seinem Sandwich zurück, werden die Lufthansa-Schalter besetzt. Somit hätten wir unseren Snack in die Lounge verlegen können. Was soll’s, ein paar kleine Happen spülen wir mit Wein dennoch hinunter.

Der Flieger geht pünktlich um 15:55 raus. Wir geben uns bis zum Essen dem Mediaprogramm hin, dann werden die Betten gebaut. Wir schlummern selig bis zur Landung. Unser Gepäck fällt als allererstes aufs Gepäckband. Leider ist Jans Seesack offen. Der TSA-Mensch wusste wohl nicht, wie man so etwas richtig verschließt. Für die Heimfahrt bemühen wir ein Taxi. Frankfurt begrüßt uns mit blauem Himmel, Sonnenschein und netten Temperaturen.

Fazit

Wir haben etwa 5.200 km zurückgelegt.

Wetter
Tagsüber war es meist sonnig, heiß  und schwül (> 30°C). Auch nachts kühlte es nicht wesentlich ab – bis auf Memphis (18-20°C).
In Corpus Christi verhagelte uns Regen und ein gigantisches Gewitter den Strandgenuss. Insgesamt hatten wir nur 2 Tage mit Regenschauern – immerhin warmer Regen! -, da kann man sich eigentlich nicht beschweren.
(In Las Vegas war es ebenfalls sonnig und heiß, jedoch begleitet von geringer Luftfeuchtigkeit.)

Campgrounds
Nur rund um Dallas hatten wir Schwierigkeiten einen Stellplatz zu finden.
Von luxuriösem Caravan Park bis zum einfacheren Campground im State Park stellten alle Strom, Wasser und Dumper bereit. Viele wiesen einen Pool auf.
Es gab nur wenige Ein-Tages-Camper, die meisten blieben Wochen, Monate oder Jahre vor Ort.

Südstaaten
Auf unserer Reiseroute fuhren wir durch Texas, Louisiana, Mississippi, Tennessee, Arkansas und Alabama.
In den Südstaaten waren nur wenige ausländische Touristen unterwegs – in Las Vegas dagegen viele.
Wälder, Flüsse, Seen und Sümpfe da bleiben Mücken und selbige Stiche nicht aus.
In den Swamps gab es tolle Zypressen-Wälder. Von den Zypressen hingen ebenso wie von den Lebenseichen mit lang herunterhängendem spanischen Moos. Der schönste Zypressen-Wald befand sich im Caddo Lake.
Die Fauna wurde bestimmt von Mücken, Squirrels und Alligatoren.
Die größte Partymeile findet man in der Bourbon Street in New Orleans.
Cayunstyle Essen ist total yamie, gutes Fleisch und Fisch und super gewürzte Speisen.

Las Vegas
fanden wir komplett verändert vor. Die neuen Casino-Hotels folgen jeweils einem Thema, wie Luxor, Excalibur, New York New York, Paris, Venetia, Circus Circus, oder weisen einzigartige Attraktionen auf, wie die Fontänen-Show vor dem Bellagio oder die Vulkan-Show am Mirage.
Die Casinos sind bei weitem nicht voll. Viele Tische und Automaten bleiben unbesetzt.
Die Abendshows haben extra Klasse!

Wir trafen überall superfreundliche und hilfsbereite Menschen.